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Umwelt

Gemeinsam für die Umwelt – zielgerichtete Forschung und Entwicklung.

Wir bekennen uns zum Umweltschutz und setzen auf eine zielgerichtete Forschung und Entwicklung. Mit unserer Klimastrategie, die regelmäßig upgedatet wird, möchten wir einen Beitrag zur Eindämmung der negativen Folgen des Klimawandels leisten. Bei all unseren Entscheidungen haben wir aktuelle Umweltfragen im Blick. Ob steigende Rohstoffknappheit oder die Gefährdung der Biodiversität: Wir erarbeiten Lösungen, leiten Gegenmaßnahmen ein und übernehmen damit Verantwortung.

   

Energieeffizienz – Reduktion von Energieverbrauch und Verringerung der Emissionen.

Bis 2050 soll die Europäische Union klimaneutral werden – so das Ziel des „European Green Deal“. Nach der UN-Klimakonferenz in Paris und den Sustainable Development Goals setzt dieser Aktionsplan weitere Impulse für eine effiziente Energienutzung. In der Baubranche sind zukunftsfähige Baustandards, alternative Energien sowie ein nachhaltiges Geräte- und Fuhrparkmanagement gefragt. Darüber hinaus setzen wir bei der PORR auf die Weiterentwicklung von Zertifizierungssystemen, die Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinien sowie regelmäßige Energieaudits. Nach dem erfolgreichen Roll-Out in Österreich ist eine flächendeckende Einführung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 geplant.

Geräte und Fuhrparkmanagement.

Durch die Bündelung aller Geräte und Fahrzeuge wird die gruppenweite Standardisierung und Reduktion der Fabrikats- und Typenvielfalt und in weiterer Folge der Luftemissionen erreicht. Zu den Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauches an On­ und Off­Road Geräten gehören unter anderem:

  • Stetige Aktualisierung der PKW-Matrix (On-Road Geräte) inkl. Verkürzung der Nutzungsdauer.
  • Bei der Beschaffung von Off-Road Baugeräten gilt die Auswahl der besten am Markt verfügbaren Abgasstufen.
  • Fortsetzung des Projekts „Stopp-Automatik bei Baugeräten“ und Anschaffung von weiteren Elektro-PKWs und Elektro-Baugeräten sowie Hybrid- Baugeräten.
  • Reduktion von Dienstreisen bei gleichzeitigem Fokus auf Zugnutzung
     

  

Digitale Lösungen in der Baustellenlogistik.

Ein wichtiger Aspekt des Themas Effizienzsteigerung ist die Baustellenlogistik. Mit digitalen Lösungen können wir den Bauablauf präziser steuern. Im Bereich des Straßenbaus wurden diese Werkzeuge in Österreich und Deutschland bereits erfolgreich ausgerollt. Für den Tunnelbau, den Hochbau, den Erdbau und den Ingenieurbau sind sie in Entwicklung.

Mehr als nachhaltige Gebäude und Bauwerke.

Nicht nur intern, sondern auch von unseren Lieferantinnen und Lieferanten verlangen wir nachhaltiges Handeln und forcieren zukunftsfähige Baustandards. Dabei liegt der Fokus auf folgenden Punkten:

  • maximale Klimaneutralität
  • geschlossene Ressourcen-Kreisläufe
  • Einsatz von erneuerbaren Energien
  • Realisierung von Konzepten, die im Einklang mit der demografischen Entwicklung stehen
  • Einsatz digitaler Gebäudedatenmodelle 
     

Darüber hinaus setzen wir bei der PORR auf die Weiterentwicklung von Zertifizierungssystemen, die Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinien sowie regelmäßige Energieaudits. Nach dem erfolgreichen Roll-Out in Österreich ist eine flächendeckende Einführung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 geplant.

Eine bewährte Methode, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, sind Gebäudezertifizierungen. Allein im Jahr 2020 wurden über 20 Projekte der PORR mit Nachhaltigkeitszertifikaten ausgezeichnet.

  • DGNB Platin & LEED Platin für das Quartier Belvedere Central in Wien: Für den Bau dieses urbanen und zentralen Business Standorts erhielt die PORR höchste Auszeichnungen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und im Rahmen der "Leadership in Energy and Environmental Design" Zertifizierung (LEED).
  • Photovoltaik und intensive Begrünung im Fokus bei der Revitalisierung der PORR Standorte: Die PORR Niederlassung für Kärnten und Osttirol wird als „Plus-Energiehaus“ den höchsten Ansprüchen an Energieeffizienz gerecht. Schon in der Konzeptphase wurden Nachhaltigkeitsexperten eingebunden. Auch die PORR Niederlassung in Linz ist in der Tat ein “nearly zero energy building”, da das Erdwärme-Sondenfeld über die Photovoltaik ökonomisch und ökologisch angetrieben wird. Mehrere weitere Projekte sind derzeit im Zertifizierungsprozess.
ZERTIFIKAT
DGNB Gold für das Zalando Headquarter in Berlin
Zum Projekt

   

Kreislaufwirtschaft statt Ressourcenknappheit – wiederverwerten, reparieren & recyceln.

In der Bauwirtschaft ist der Einsatz von Baumaterialien oft ein starker Eingriff in die Umwelt. Vor diesem Hintergrund setzen wir bei der PORR auf die Kreislaufwirtschaft – ein Konzept, in dem der Lebenszyklus eines Produkts, bzw. eines Baustoffes verlängert wird. So können z. B. Baurestmassen später als qualitativ hochwertige Recyclingprodukte wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf gebracht werden.

Schwerpunkt Recycling-Baustoffe.

Unser Ziel ist es, den Anteil der Recycling-Baustoffe laufend zu erhöhen und ressourcenschonende Verfahren weiterzuentwickeln. In Österreich gibt es aktuell rund 20 Standorte, an denen wir Baustoffrecycling betreiben. Im Jahr 2020 wurden dort 1,7 Mio. t Recycling-Baustoffe aus mineralischen Baurestmassen – insbesondere aus Asphalt, Beton, Bauschutt und natürlichen Gesteinen – hergestellt. Darüber hinaus wurden auf diversen Baustellen rund 216.000 t Baurestmassen und Aushub zu Recycling-Baustoffen aufbereitet.

Das RCH Recycling Center Himberg ist eines von vielen Recyclinganlagen, die sich mit der Aufbereitung von Baurestmassen beschäftigt: 

   

Zurück zur Natur – die Vererdungsanlage auf der Deponie Langes Feld.

Gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen betreibt die PORR Umwelttechnik verschiedene Deponien. Ein Beispiel dafür ist die Deponie Langes Feld im 21. Wiener Gemeindebezirk. Das Besondere daran: Einen wesentlichen Bestandteil zur Oberflächengestaltung stellt das Vererdungsmaterial dar, das nach einer spezifischen Rezeptur für den Standort hergestellt wird. Der Vererdungsprozess erfolgt in einem offenen Mietenverfahren mit biogenen Abfällen wie Holz, Grünschnitt oder kommunale Klärschlämmen. Als weitere Bestandteile dienen mineralische Feinfraktionen und Holzasche. Die Materialien zur Vererdung werden einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen, um gleichbleibende Ergebnisse gewährleisten zu können.

Wissenschaft und Technologie.

Auch im Forschungs- und Entwicklungsbereich forciert die PORR das Thema Umwelt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung alternativer Baumaterialien und -methoden, der Optimierung der Ressourcennutzung, der Sanierung kontaminierter Böden sowie Recycling. Ein Beispiel dafür stammt aus dem Tunnelbau. So werden dort für konstruktive Baustoffe Zusammensetzungen aus Tunnelausbruchsmaterial entwickelt. Der Vorteil: Millionen Tonnen an Gesteinsmaterial müssen nicht deponiert und die gleiche Menge nicht in Steinbrüchen abgebaut werden. Das reduziert auch das Verkehrsaufkommen und den Energieaufwand auf der Baustelle. Weitere innovative Projekte sind:

3D-Stat ermöglicht eine erhebliche Reduzierung des Einsatzes von Zement, Beton und Bewehrung, wobei das Tragverhalten und die Festigkeit über den von den EU-Normen vorgegebenen Grenzwerten bleiben. Das Projekt 3D-Stat wurde bereits mit mehreren Preisen (TÜV-Wissenschaftspreis 2019, Mercur-Innovationspreis 2019) sowie nun auch dem Energy Globe Austria Award 2020 ausgezeichnet.

Ebenfalls im Jahr 2019 wurde das von der PORR in einem Forschungsprojekt entwickelte biologische Weichgel für den Einsatz in Deutschland genehmigt. Hauptanwendung des biologischen Weichgels ist die Herstellung horizontaler und vertikaler Dichtungen bei Trogbaugruben. Mit dem vollorganischen Weichgel, das Baustoffe wie Zement oder chemische Komponenten ersetzt, steht weltweit erstmals ein vollbiologischer Baustoff für Abdichtungen zur Verfügung. Ein großer Vorteil des vollbiologischen Weichgels, das direkt in den Boden injiziert oder gepumpt werden kann: Es weist keine negativen Grundwasser-Veränderungen wie pH-Wert-Erhöhung, Eintrag von Salzen oder dergleichen auf.

Das Projekt giga-TES (Thermal Energy Storage) befasst sich mit der saisonalen Wärmespeicherung, die für Fernwärmesysteme in städtischen Strukturen umgesetzt werden soll. Das Konsortium besteht aus mehr als 15 Partnerinnen und Partnern aus verschiedenen Tätigkeitsbereichen wie Universitäten, Privatunternehmen und Energieversorgern. Die PORR Abteilungen Spezialtiefbau und Technologiemanagement & Innovation beteiligen sich an der Entwicklung von Großwärmespeichern, durch die die Speicherung von bis zu 2 Mio. m3 95° C-heißem Wasser ermöglicht wird. Große Aufmerksamkeit wird auf die wärmeisolierenden Eigenschaften der Konstruktion gelegt, da die Anbieter die Minimierung der Wärmeverluste fordern. Die Durchführung von Feldversuchen ist ein wichtiger Teil des Forschungsprojekts, um Erfahrungen mit neuartigen Bauweisen und Materialien zu sammeln.

  

Biodiversität & Böden – so tragen wir zur Erhöhung der Artenvielfalt bei.

Für unsere eigene Gesundheit und das Wohlergehen der nachfolgenden Generationen ist die biologische Vielfalt unabdingbar. Der direkte Einflussbereich eines Bauunternehmens ist dabei aber begrenzt. Denn nachhaltiges Bauen beginnt bereits vor der Projektentwicklung – bei der Raumplanung und -ordnung. Die Betriebsstandorte der PORR befinden sich in Gewerbegebieten und nicht in Zonen mit hoher Biodiversität. Als nachhaltig agierendes Bauunternehmen ist es uns ein Anliegen, die Verwertungsfähigkeit und -würdigkeit von Bauflächen zu maximieren.

Die PORR trägt zur Erhöhung der Artenvielfalt durch Begrünung von Flachdächern, Verkehrsdämmen und Rekultivierung von Deponien bei. Dies geschieht einerseits, indem die Substrate aus Sekundärrohstoffen wie Bodenaushüben und Recycling-Baustoffen hergestellt werden. Andererseits werden die Bauwerke selbst mit diesen Verbesserungen ausgestattet. Wir sorgen außerdem für eine standortgerechte und artenfreundliche Bepflanzung. Dies trägt nicht nur zur Erhöhung der Artenvielfalt (Insekten, Vögel und Wildbestand) bei, sondern macht die Lebensstandorte für alle Nutzerinnen und Nutzer attraktiver.

Initiative bee@PORR – für nachhaltige Lebenswelten.

„Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“ – so ein berühmtes Zitat, das Albert Einstein zugeschrieben wird. In immer größeren Teilen der Welt gehen die Bienenbestände dramatisch zurück. Mit der Initiative „bee@PORR“ setzen wir wichtige Maßnahmen gegen das Bienensterben. Unter dem Motto „Auf Bienen schauen. Die Zukunft bauen.“ unterstützen wir Imkerinnen und Imker, indem wir ihnen Plätze für ihre Bienenvölker zur Verfügung stellen, Bienenstöcke und Bienenvölker ankaufen.

Wichtig ist uns dabei der ganzheitliche Aspekt der Initiative. Deswegen sollen bevorzugt Bienenstöcke aus unbehandeltem Holz anstatt aus Styropor verwendet werden. Einen Teil der für Österreich bestellten Bienenwohnungen konnten wir über die Institution „Grüner Kreis“ – eine Einrichtung für die Rehabilitation und Integration suchtkranker Menschen, beziehen.

   

   

Wasser – unser Beitrag zur Schonung der Wasserressourcen.

Die Bauindustrie setzt im Vergleich zu wasserintensiven Branchen wie der Textil- oder Lebensmittelindustrie deutlich weniger Wasser ein. Trotzdem sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung beim Schutz dieser wertvollen Ressource bewusst. Der Rohstoff Wasser ist deshalb in das interne Ressourcenmanagement integriert.

Die Water Policy stellt eine wichtige Arbeitsgrundlage dar. Der Wasserbeauftragte identifiziert mit dem Kompetenzzentrum Ressourcen den gruppenweiten Wasserverbrauch. Für die Bereiche mit den höchsten spezifischen Wasserverbräuchen werden mit der CR Abteilung, dem Umweltnetzwerk sowie dem Forschungs- und Entwicklungsbereich Lösungsansätze zur Senkung des Wasserverbrauchs bzw. Maßnahmen für Wasserrecycling erarbeitet. Darunter fallen zum Beispiel Maßnahmen zur Steigerung der Wassereffizienz bei der Bauweise, Wasserkreislaufführungen bei Baustoffrecyclinganlagen sowie Boden- und Kieswaschanlagen.

ARBEITSGRUNDLAGE
Water Policy der PORR Für einen nachhaltigen und effizienten Umgang mit Wasser
Zum Download