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Lawinengalerie Celleswald

Foto: Lawinengalerie Celleswald: Der Rohbau an steilem Abhang
Daten und Fakten
Firma TEERAG-ASDAG GmbH
AuftraggeberAmt der Tiroler Landesregierung
Stadt/LandSpiss - Österreich
Projektart Ingenieurbau, Straßenbau, Hochgebirgsbau, Spezialtiefbau
Bauzeit10.2012 - 07.2014

Sichere Fahrt durch neue Lawinengalerie

Bis zu 4.000 Fahrzeuge befahren täglich die L 348 Spisser Straße, an der es immer wieder zu Lawinenabgängen und Steinschlag kommt. Um ihre Fahrt noch sicherer zu machen, wurde im Anschluss an den Gstalda- bzw. Anna-Tunnel eine neue Galerie – die Celleswaldgalerie – errichtet.

Zusätzlich zum Galerieneubau und den damit verbundenen Straßenbauarbeiten wurden eine „Vorgespannte Vernetzte Ankerwand“ (VVA) und das System „Bewehrte Erde“ als talseitige Stutzkonstruktionen errichtet. Weiteres wurden ein Lawinenleitdamm, ein Zyklopenmauerwerk, eine Winkelstutzmauer beim Portal Spiss, eine Elektro-Station sowie umfangreiche Felssicherungsarbeiten hergestellt.

Die als Gewölbetragwerk (Tunnelprofil) ausgeführte Celleswaldgalerie weist eine Länge von rund 207 m auf und wurde in 21 Blockabschnitten zu je 10 m errichtet. Die Gewölbestärke beträgt 60 cm. Talseitig wurden V-förmige Stützen mit einem Querschnitt von 60/80 cm auf Einzelfundamenten gegründet, deren Fundamentsohlen bis zu 5 m unter dem Straßenniveau liegen. Bergseitig wurde ein 3,60 m breites Streifenfundament vorgesehen. Aufgrund der vorhandenen Untergrundaufschlüsse wurden die talseitigen Fundamente in zwei unterschiedlichen Höhenlagen abgestuft. Im Portalbereich Spiss (Block 11 bis 21) war aufgrund der tiefliegenden Felslinie eine Tiefgründung mittels Mikropfählen erforderlich. Bergseitig wurde in diesem Portalbereich als Übergang zum Freilandbereich eine ca. 30 m lange Winkelstützmauer errichtet.

Die großen Herausforderungen für alle Projektbeteiligten waren die Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs in den Baustellenbereichen, die unsteten Witterungsverhältnisse im Sommer und im Winter sowie die örtlichen Randbedingungen (Platzverhältnisse) bzw. die topografisch schwierige Lage der Baustelle im alpinen Raum. Mit diesem Projekt konnte die TEERAG-ASDAG einmal mehr ihre Erfahrung und Kompetenz im Infrastruktur- und Straßenbau voll unter Beweis stellen.

Projektdaten

  • Projektlänge: 300 m
  • Straßenfläche: 2.300 m²
  • Aushub/Erdbewegungen: 13.000 m³
  • Frostkoffer: 2.200 m³
  • Mischgut: 700 t
  • Tunnel-/Galeriebauwerke: 206 m
  • Betonkubatur: 4.000 m³
  • Bewehrungsstahl: 420 t
  • Spritzbetonfläche: 2.000 m²
  • IBO-Anker: 900 Stk.
  • Micropfähle: 700 m