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Savebrücke

Foto: Savebrücke: seitliche Ansicht der unfertigen Hauptspannweite der Brücke, die im Freivorbauverfahren über die Save gespannt wird
Daten und Fakten
Firma PORR Bau GmbH in Arbeitsgemeinschaft
AuftraggeberStadt Belgrad
Stadt/LandBelgrad - Serbien
Projektart Brückenbau, Straßenbau, Großprojekte Infrastruktur
Bauzeit10.2008 - 05.2011

Neues Wahrzeichen für Belgrad

Die unter der Leitung von PORR in Belgrad errichtete Brücke steht als neues Wahrzeichen der Stadt für den Aufbruch von Serbien nach Europa. Die Brücke weist zwischen den Kompensatoren der Brückenplatte eine Gesamtlänge von 929 m auf und verfügt über eine kontinuierliche Struktur über sechs Spannweiten. Als Hauptunterstützungssystem der als asymmetrische Schrägseilkonstruktion ausgeführten Brücke dient ein 200 m hoher und auf Pfahlgründungen ruhender Pylon. Die Hauptspannweite der Brücke beträgt 376 m, die Endspannweite 200 m. Hinzu kommen diverse Zufahrten, mit denen zusammen die Hauptbrücke eine Länge von 967 m erreicht. Die seitlichen Spannweiten betragen 69 m, 108 m sowie 81 m und setzen den Verlauf der Schrägseilbrücke linear fort. Die Brückenplatte bietet mit 45,04 m Breite genügend Raum für sechs Fahrstreifen, zwei Gleise der Belgrader Stadtbahn und zwei Fußgänger- bzw. Radwege. 

Eine besondere Herausforderung stellten die hohen Anforderungen an die Gründung dar, die vor Baubeginn durch die Herstellung und Belastung von vier Testpfählen abgeklärt wurden. Als Ergebnis ruht der Pylon auf einer kombinierten Schlitzwand-Bohrpfahlgründung, für deren Erstellung eine eigene Arbeitsplattform in der Save angeschüttet werden musste. Alle anderen Pfeiler erhielten eine Bohrpfahltiefgründung, die zum Teil von schwimmenden Einheiten aus eingebracht wurde. Umfangreiche Spundwandarbeiten sowie die Schaffung wasserdichter Baugruben mit Jet-Grouting rundeten die Leistungen der PORR ab. Die geringen Setzungen des Bauwerks während und nach der Ausführung bestätigen die Qualität der ausgeführten Gründungen. Dank der guten Leistung wurde der Auftrag nachträglich auf die Erstellung der nördlichen und südlichen Zufahrtsrampen erweitert.