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Stadion Salzburg

Red Bull Arena: Innenansicht der Arena mit Blick auf das Spielfeld und die Tribünen
Daten und Fakten
Firma PORR AG
Auftraggeber SWS Stadion Salzburg Wals-Siezenheim Planungs- und Errichtungsgesellschaft mbH
Stadt/Land Salzburg - Österreich
Projektart Stadien
Bauzeit 02.2006 - 04.2009

Die PORR bei der EURO 2008

Für die bei der EURO 2008 geforderten 30.000 Zuschauerplätze und die zusätzlichen 900 Medienplätze musste das Fußballstadion Salzburg um einen zusätzlichen Tribünenrang mit 13.500 Sitzplätzen erweitert werden. Im Sommer 2005 erhielt die „ARGE EURO 2008“ unter der federführenden Beteiligung der PORR den Zuschlag für diese Ausbauarbeiten. 

Die Architektur des bestehenden Stadions war geprägt von einem schweren, holzverkleideten Wall sowie einem leichten, transluzenten Dach. Aufgrund der besonderen Lage und Nähe zum historischen Schloss Klessheim wurde seinerzeit das Spielfeld abgesenkt, um die Gebäudehöhe zu reduzieren.

Die aus einem Oberrang und der dazugehörigen Verteilerebene bestehende Erweiterung wurde als elementierte Stahlkonstruktion auf das bestehende Stadion aufgesetzt. Dadurch entstand eine ringförmige, überdachte Verteilerebene, die über außenliegende Treppentürme erschlossen wird. Für den Einbau des neuen Tribünenoberrangs musste das bestehende Stadiondach um 10,5 m höher gesetzt werden. Ursprünglich wurde angedacht, das Dach abzutragen, an geeigneter Stelle zwischenzulagern und nach Einbau des Tribünenoberrangs wieder einzubauen. Aus Zeitgründen bzw. um den laufenden Spielbetrieb sicherstellen zu können, wurde eine Variante ausgearbeitet, bei der das gesamte Stadiondach in einem Stück hydraulisch angehoben werden konnte.

Der neue Tribünenoberrang wurde als Stahlbaukonstruktion ausgeführt. Diese Bauart besteht aus V-Stützen und Fachwerksträgern, welche die Unterkonstruktion für die Leichtbautribüne aus Aluminium darstellen. Diese wiederum besteht aus längsverlaufenden Strangpressprofilen in L-Form und zwischenliegenden Querprofilen.

Der neue Verteileroberrang, an dem die Infrastruktur (Kioske, Sanitäranlagen und Ordnerräume) für den Oberrang aufgestellt wurde, ist ebenfalls als tragende Stahlkonstruktion ausgeführt, auf der eine Hohldielendecke verlegt wurde. Die Erschließung der oberen Tribüne erfolgte über außenliegende Treppentürme bzw. Zugangsbrücken bis hin zur umlaufenden Verteilerfläche.